Hibiskustee
Hibiskustee ist ein koffeinfreier Tee aus
den Blüten des Hibiscus sabdariffa, bei Uns auch als Roselle
bekannt. Hibiskustee wird aus den Blütenkelchen und nicht aus
den eigentlichen Blütenblättern zubereitet, erfreut sich einer
weltweiten Beliebtheit und viele Länder haben eigene Rezepte
zur Zubereitung dieses schmackhaften und gesunden
Tees.
In manchen Teilen der Welt, darunter einige Regionen in
China, ist Hibiskustee Teil von Teemischungen mit Schwarztee und zudem ist Hibiskustee ein
häufiger Bestandteil in Heilkräuterteemischungen.
Hibiskustee schmeckt nicht nut gut sondern bietet auch
einige Vorteile für unsere Gesundheit. In der Volksheilkunde
wird Hibiskus traditionell gegen hohen Blutdruck (siehe auch
Misteltee), zur Senkung von Fieber
und zur Behandlung von Krankheiten der Leber angewendet.
Im Gegensatz zu vielen anderen Kräutern wurde
die Wirkung von Hibiskus intensiv erforscht, nicht nur in Bezug
auf seine Wirksamkeit bei bestimmten Krankheiten, sondern auch
in Bezug auf die Wirkung von Hibiskus im Vergleich zu anderen
Medikamenten und deren Nebenwirkungen. Obwohl in den meisten
wissenschaftlichen Studien ein standardisierter
Hibiskus-Extrakt verwendet wurde, wurde auch die Wirksamkeit
von Hibiskustee bis zu einem gewissen Grad untersucht und wie
es scheint kann auch der Tee in bestimmten Fällen als
Medikament eingesetzt werden.
- Blutdruck: Zusätzlich zu den
Ergebnissen einer Reihe von Tierversuchen wurde auch in
Studien mit menschlichen Testpersonen bewiesen daß
Hibiskus, einschließlich Hibiskustee, den Blutdruck
effektiv senken kann. Im Vergleich zu dem Blutdrucksenker
Captopril erwies sich ein Hibiscus sabdariffa Extrakt als
genauso wirksam und in einem Vergleich mit Lisinopril,
einem weiteren Blutdrucksenker, wurde deutlich daß
Hibiskus, obwohl weniger effektiv, jedoch ohne die starken
Nebenwirkungen von Lisinopril wirkt.
- Fieber: In Tierversuchen wurden die
antipyretischen (fiebersenkenden) Eigenschaften von
Hibiskus angezeigt und es gibt Beweise dafür daß der
Wirkungsmechanismus von Hibiskus sich von Dem von Aspirin,
ebenfalls ein fiebersenkendes Mittel, unterscheidet.
- Leber: Die Auswirkungen verschiedener
Chemikalien auf die Leber sind sehr komplexer und schwer
verständlich, aber dennoch gibt es einige Anzeichen für die
Annahme daß Hibiskus vor Leberschäden durch eine Reihe
verschiedener Chemikalien schützen kann.
Hibiskustee wird weithin als Getränk verwendet und im
allgemeinen als sicher für den täglichen Dauerkonsum betrachtet
und in Studien mit menschlichen Testpersonen wurden keine
starken oder gefährlichen Nebenwirkungen gefunden. Aber wie mit
allen Heilkräutern sollte man auch mit Hibiskus vorsichtig
sein. Der Säuregehalt von Hibiskustee, oder Teemischungen mit
Hibiskus, kann für manche Leute unangenehm werden. Leute Die
unter Sodbrennen leiden sollten den Konsum von Hibiskustee
vermeiden. Weil Hibiskus den Blutdruck senkt sollten Leute mit
einem zu niedrigen Blutdruck sich ebenfalls von seinem Konsum
fernhalten.
Hibiskustee ist sehr populär und darum auch
überall leicht erhältlich. In einigen Fällen wird Er auch unter
dem Namen "Rosellen Tee" verkauft und ist desweiteren oft
Hauptbestandteil oder einer der Hauptbestandteile von
Kräuterteemischungen.
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