Grüntee
Archäologische Funde deuten darauf hin dass der Mensch schon
seit 500.000 Jahren Tee konsumiert. China und Indien waren
wahrscheinlich die ersten Länder worin die Kultivation der
Teepflanze ihren Anfang nam. Heutzutage ist Tee, nach Wasser,
das am häufigsten konsumierte Getränk und zahlreiche Studien
deuten darauf hin dass Grüntee trinken viele
gesundheitliche Vorteile bietet.
Tee gibt es in drei Hauptvarianten: Grüntee, Schwarztee und
Oolong Tee. Der Unterschied zwischen diesen Teevarianten liegt
in ihrer Verarbeitung. Grüntee wird von kaum oxidierten
Teeblättern hergestellt und enthält die höchste Konzentration
an Antioxidantien, Polyphenole genannt. Antioxidantien sind
Stoffe die freie Radikale (schädliche Verbindungen im Körper
die Zellen und DNA verändern und selbst zum Zelltod führen
können) abwehren. Freie Radikale kommen auch von Natur aus in
unserem Körper vor, aber Umweltgifte (einschließlich
UV-Strahlen der Sonne, Strahlung, Zigarettenrauch und
Luftverschmutzung) lassen diese schädlichen Partikel noch
weiter zunehmen. Viele Wissenschaftler glauben dass freie
Radikale einen negativen Einfluss auf den Alterungsprozess
nehmen sowie für die Entwicklung einer Reihe von
Gesundheitsproblemen, wie Krebs und Herzkrankheiten,
verantwortlich sind. Antioxidantien wie Polyphenole in grünem
Tee können freie Radikale neutralisieren und möglicherweise
reduzieren oder sogar verhindern dass Sie Schaden
verursachen.

Grüntee wird schon seit Jahrhunderten in China, Indien und
Japan verwendet und konsumiert. Traditionelle Heiler in Indien
und China verwenden Grüntee als Stimulant, als Diuretikum, um
Blutungen zu kontrolliern und um Wunden zu heilen. desweiteren
soll grüner Tee gegen Herzkrankheiten, gegen Flatulenz, zur
Regulierung der Körpertemperatur und des Blutzuckerspiegels,
bei der Verdauung und bei der Verbesserung der mentalen
Prozesse helfen.
Grüntee wurde umfassend in Laborexperimenten an Menschen und
Tieren untersucht. Die Ergebnisse dieser Studien deuten darauf
hin dass Grüntee bei folgenden Krankheiten von Nutzen sein
kann:
Atherosclerose
Hohe Cholesterinwerte
Krebs
Blasenkrebs
Brustkrebs
Eierstockkrebs
Darmkrebs
Speiseröhrenkrebs
Lungenkrebs
Bauchspeicheldrüsenkrebs
Prostatakrebs
Hautkrebs
Magenkrebs
Chronisch entzündliche Darmerkrankungen
Diabetes
Lebererkrankungen
Übergewicht
Weitere Anwendungen von Grüntee:
Grüntee scheint auch gegen Zahnverfall (Karies) zu helfen,
aber dazu bedarf es noch einiger Studien. Darüber hinaus soll
grüner Tee auch bei der Behandlung von entzündlichen
Erkrankungen wie Arthrose nützlich sein. Studien belegen dass
Grüntee Entzündungen reduzieren und den Knorpelabbau
verlangsamen kann. Auch bei Grippe und Erkältung soll Grüntee
hilfreich sein.
Grüntee, Schwarztee und Oolong Tee stammen alle von der
Camellia Sinensis Pflanze ab. Die Teepflanze erreicht die
Grösse eines Strauches oder Baumes und hat seine Herkunft
wahrscheinlich in Ost-Asien. Heutzutage wächst Camellia
Sinensis überall in Asien sowie in Teilen des Mittleren Ostens
und Afrika.
In asiatischen Ländern trinkt man vor allem Grüntee während
bei Uns vor allem schwarzer Tee getrunken wird. Grüntee wird
aus kaum oxidierten Teeblättern hergestellt, Oolong Tee aus
teilweise oxidierten Blättern und schwarzer Tee besteht aus
vollständig oxidierten Blättern. Je weiter oxidiert, je weniger
Polyphenole und je mehr Koffein der Tee enthält. Grüntee hat
den höchsten Polyphenogehalt, während schwarzer Tee 2-3 mal so
viel Koffein als Grüntee enthält.
Die gesunden Eigenschaften des grünen Tees sind weitgehend
auf seinen Gehalt an Polyphenolen zurückzuführen, Chemikalien
mit starken antioxidativen Eigenschaften. Die antioxidativen
Eigenschaften der Polyphenole scheinen größer zu sein als von
Vitamin C und geben dem grünen Tee seinen etwas bitteren
Geschmack.
In Grüntee und Grüntee
Extrakt vorkommende Poluphenole werden als Catechine
klassifiziert. Grüner Tee enthält sechs primäre Catechin
Verbindungen: Catechin, Gallaogatechin, Epicatechin,
Epigallocatechin, Epicatechingallat und Apigallocatechin Gallat
(auch bekannt als EGCG). EGCG ist die am meisten untersuchte
Polyphenol-Komponente im grünen Tee und ausserdem auch die
Aktivste.
Desweiteren enthält Grüntee Alkaloide wie Koffein,
Theobromin und Theophyllin. Diese Stoffe geben dem Tee seine
stimulierende Wirkung. L-Theanin, eine in Grüntee vorkommende
Aminosäuren-Verbindung wurde auf seine beruhigende Auswirkung
auf das Nervensystem untersucht.
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