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Lapachotee

Lapachotee ist ein heilkräftiger Kräutertee aus der Innenrinde des Lapachobaums (Tabebuia Avellanedae). In Süd- und Mittelamerika hat Lapachotee eine uralte Geschichte und war schon zu Zeiten der Inkas und Azteken eines der wichtigsten Heilmittel der Volksheilkunde. Bis zum heutigen Tag wird Lapachotee von den Einheimischen Südamerikas als Allheilmittel gegen eine Vielzahl an gesundheitlichen Beschwerden eingesetzt und einige wissenschaftliche Studien machen Hoffnung daß Lapacho- oder Pau D´Arco Tee, wie man Ihn auch nennt, selbst das Wachstum von Tumorzellen hemmen oder verhindern kann. Lapachotee könnte eines Tages der Schlüssel zu einer natürlichen Behandlung von Krebserkrankungen werden.

Bei den Einwohnern Zentral-und Südamerika´s steht Lapachotee seit langem in hohem Ansehen als Mittel zur Stärkung des Immunsystems, gegen Müdigkeit, Fieber, Grippe, Husten, Erkältungen, Infektionen und Ruhr. Zur Zubereitung von Pau D´Arco Tee wird Lapachorinde mindestens 15 Minuten lang in Wasser ausgekocht.

Lapachotee

Wissenschaftliche Untersuchungen haben angezeigt daß die heilkräftigen Eigenschaften von Lapachotee an den Stoff "Lapachol", Der hauptsächlich in der Innenrinde des Lapachobaums enthalten ist, zu danken sind. Lapachol gehört zu einer Klasse von Pflanzeninhaltsstoffen Die unter der Bezeichnung "Naphthoquinone" zusammengefaßt werden. Befürworter von Lapachotee meinen daß Naphthoquinone das Immunsystem stärken, den Körper reinigen und die Bildung von roten Blutkörperchen fördern. Mehr rote Blutkörperchen bedeutet mehr Sauerstoff im Blut, was direkt zu einer schnelleren Heilung beiträgt.

Aufgrund seiner vermeintlichen immunabwehrstärkenden Wirkung wurde auch der mögliche Nutzen von Lapachotee bei der Behandlung von Krebs untersucht. Seine Befürworter glauben daß Lapachol einer der wichtigsten Anti-Tumor-Wirkstoffe in der Welt ist, Tumore und toxische Ansammlungen angreift und zu einer fast sofortigen Schmerzlinderung bei Patienten führt.        

Desweiteren wurde in Studien belegt daß Lapachotee stark antioxidative Eigenschaften besitzt und freie Radikale und entzündliche Leukotriene bekämpft. Antioxidantien spielen eine wichtige Rolle bei der Behandlung und Vorbeugung einer Vielzahl von Krankheiten.

Es gibt jedoch auch kritische Stimmen. Laut der American Cancer Society haben Laborversuche mit Mäusen bewiesen daß Lapachol einen günstigen Einfluß bei verschiedenen Beschwerden haben kann. Bis jetzt ist jedoch undeutlich ob dieser Effekt auch bei Menschen eintritt. Wissenschaftler der Universität des Maryland Medical Center sind der Auffassung daß die Untersuchungsergebnisse in Bezug auf die krebsheilenden Eigenschaften von Lapachotee nicht schlüssig sind und daß, selbst wenn der Tee Krebs heilen kann, die dafür erforderlichen Mengen an Lapachol sehr giftig für Menschen wären.

Befürworter von Lapachotee meinen jedoch daß die Wirkung der Lapachorinde als Ganzes, und nicht nur die Wirkung von Lapachol, untersucht werden sollte. Sie weisen darauf hin daß Lapachotee aus der Innenrinde keine nennenswerten Nebenwirkungen hat und viel sicherer in der Anwendung als die Verwendung der Lapachol Naphthoquinone sei, Die in hohen Dosierungen zu unerwünschten Nebenwirkungen führen können. Verwendung der ganzen Innenrinde hat eine krebshemmende Wirkung, jedoch ohne giftige Nebenwirkungen.

Fazit: Obwohl noch lange nicht vollständig erforscht kann man davon ausgehen daß Lapachotee krebsbekämpfende Eigenschaften besitzt und es vielleicht nur eine Frage der Zeit ist bis man daraus ein wirksames Medikament gegen Krebs herstellen kann.

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